Donnerstag, 11. November 2010


Einen schönen guten Tag !
Ich sitze gerade leicht durchgefroren auf meinem Bett, es ist wirklich kalt! Seid ungefähr 2 Wochen war es nicht mehr wirklich warm und die Sonne ist nur spartanisch rausgekommen. Einmal hat es sogar leicht geregnet, was mir geholfen hat herauszufinden, welche Löcher im Dach bis zur Regenzeit im Januar noch geflickt werden müssen… ;)
Heute war ein besonderer Tag, da ich endlich surfen konnte! Nachdem wir am Montag einen Termin ausgemacht hatten, hat es dann heute endlich geklappt! :) Wir also schön nach Zorritos gefahren, standen auf der Matte und die Leute in der Surfschule haben es leider vergessen. Egal, sie sind ja spontan… Schade war, dass wir (Saskia, Michael und ich) wegen der starken Strömung nicht alle gleichzeitig raus konnten zum üben. Also durfte jeder heute ca 20 Minuten versuchen das vorher am Strand gelernte auf dem Wasser umzu setzen. Dank eines großen Anfängerboards hat das Stehen schon 2 Mal ganz gut geklappt. Entweder Sa oder Mo geht es dann weiter. Unser Ziel ist es in 4 Stunden so gut alleine klarzukommen, dass wir uns ein eigenes Board eihen oder kaufen können und selber zu üben.
Diese Woche war es im Projekt wieder etwas durchwachsen bis jetzt. Am Dienstag musste ich wirklich die Zähne zusammenbeissen. Da während wir in der Schule sind, immer unterrichtet wird, schwirren ne Menge Jugendlicher herum, die in der Klasse sitzen sollten, es jedoch viel cooler finden „nur mal eben“ an der Tür zu stehen und unseren Jugendlichen beim kickern zuzugucken. Oder aber „nur mal eben“ mit unseren Jugendlichen um Geld fussballzuspielen oder volleyballzu spielen. Natürlich sollte das eigentlich NICHT so sein. Deshalb heisst es jeden einzelnen davon zu überzeugen, dass es viiiiel toller ist, sich wieder zu seinem Unterricht zu begeben oder NICHT um eld zu spielen, oder bitte NICHT zu nerven. Es ist sehr schwierig diese ganzen NICHTs immer und immerwieder zu wiederholen und somit jedes mal als der Buhmann dazustehen. Oft kommen Sprüche oder Blicke oder sonstwas, was Mein Auftreten auch nicht leichter macht. Es gefährdet zudem auch die Beziehung als Freundin, die wichtig ist, um mehr über die Jugendlichen zu erfahren und eine engere Beziehung aufzubauen, die von Vertrauen bestimmt wird. Ich war am Dienstag schlichtweg überfordert. Es ist mir am Ende nicht mehr gelungen Ruhe zu bewahren und die Art der Jugendlichen nicht ernst und persönlich zu nehmen. Puh! Dennoch war es eine Erfahrung, aus der ich fürs nächste Mal lernen werde.
Gute Medizin war die Gruppe von heute Morgen. Die meisten wollten einfach den ganzen morgen Volleyball spielen und war sehr gut drauf. Es hat mich gefreut, dass wenigstens eine Gruppe sich für etwas begeistern kann und Spass daran hat zu uns zu kommen. Ich musste fast kein einziges Mal Nein sagen und konnte die Zeit wirklich genießen. Es kann aber genauso sein, das snächste Woche die Gruppe am Morgen am Rad dreht und die am nachmittag viel leichter zu händeln sind. Es wird auf jedenfall nie langweilig mit 40 pubertären Jugendlichen.
Ende November werden wir eine Aufführungen auf dem Hauptplatz von Tumbes haben, wo wir eingeübte Lieder, Tänze und ein Theaterstück aufführen werden. Wir investieren im Moment viel Kraft, um mit Motivation und Geduld die Programmpunkte einzuüben, ich bin wirklich gespannt, wie das Ergebnis wird!
Die Zeit vergeht und vergeht und nun bin ich nächste Woche schon 3 Monate hier!
Mit meinem Spanisch klappt es immer besser, nun fällt es mir auch sehr viel leichter auch die Umgangssprache der Jugendlichen zu verstehen. Ich bin wirklich angekommen und freue mich auf die nächste Zeit :)

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